Trinkwasser – ein Grundrecht in Amerika

Trinkwasser spielt in den Vereinigten Staaten von Amerika eine sehr große Rolle.

Als erstes fiel mir das auf, als mich meine Gastfamilie zum Essen in ein Steakhaus einlud.

Man bestellt dann sein Essen und sein Getränk. Und das Wasser ist immer kostenlos. Man bestellt dann einfach Tap Water. Wasser aus dem Wasserhahn.

Es wird also sehr darauf geachtet, dass der Mensch genügend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Dies liegt auch daran, weil die USA insgesamt südlicher liegen als der Europäische Kontinent.

Zum Beispiel die Stadt Chicago liegt auf der selben Höhe wie Rom in Italien.

Es ist in Amerika im Sommer also heißer als bei uns in Deutschland, grob gesagt. Es herrscht ein milderes und wärmeres Klima.

Umso heißer natürlich, je südlicher man geht. Und in den Wüstenregionen von Nevada in Las Vegas zum Beispiel hat man eine Sahara Hitze.

Deshalb gehört Trinken auch zum kostenlosen Grundrecht dazu.

In Schulen und Colleges finden sich an vielen Orten Trinkbrunnen, wo man sich kurz erfrischen kann.

Man drückt dabei einen Knopf und es kommt ein leichter Wasserstrahl aus dem Wasserhahn nach oben. Diesen trinkt man dann.

So kommt man mit dem Wasserhahn gar nicht in Berührung und die Schüler/innen können ohne hygienische Bedenken trinken.

Wasser wird wie in vielen südlichen Ländern ohne Kohlensäure getrunken. Gerade wenn es heiß ist, empfinden dies viele Menschen als bekömmlicher.

In Amerika ist das Trinkwasser aus der Leitung oft stärker gechlort als bei uns in Deutschland. Das liegt an den höheren Umgebungstemperaturen.

So möchte man Keimen im Trinkwasser vorbeugen.

Möchte man dieses Wasser trinken, dann macht man einfach eine Karaffe voll mit Wasser und lässt sie 10 Minuten stehen.

Das Chlorgas verflüchtigt sich dann und das Wasser hat einen schönen neutralen Geschmack.

Es gibt gibt auch Schraubaufsätze für den Wasserhahn, die den Chlorgeschmack neutralisieren.

Böse Zungen behaupten ja, das Wasser sei so stark gechlort, damit mehr Menschen Wasser in Flaschen kaufen. Ich glaube jedoch, das ist aus hygenischen Gründen.

Insgesamt wird in Amerika großen Wert auf trinken gelegt.

Bei meiner Gastfamilie hatten wir einen Wasserspender. Einer von diesen umgedrehten Wasserbehältern, und an einem Wasserhahn konnte man sich dann Wasser abfüllen.

Im Jahr 2002 waren Nalgene Flaschen in den USA gerade der große Renner. Das sind bunte Kunststoffflaschen aus der Medizin Technik.

Viele Studenten füllten sich an den Wasserbrunnen ihr Wasser in Nalgene Flaschen ab. Das einzige Manko war die überdimensional große Öffnung. Das machte das Trinken etwas schwierig.

Aber es wurden dann Einsätze und Flaschen mit kleineren Hälsen erfunden.

Bei uns in Deutschland hatte man zum Beispiel in den 80er Jahren viele Schüler ein Pausebrot in der Schule dabei, aber gegen den Durst trank man eher Milch, Kaba, Capri Sonne oder Sunkist. Ich kann mich sogar erinnern, dass viele Schüler in den 80er Jahren gar kein Getränk dabei hatten.

Es war auch nicht so heiß wie in Amerika. Auf die Idee Wasser aus der Leitung gegen den Durst zu trinken kamen bei uns nur wenige.

Auf alle Fälle ist in Amerika Trinkwasser in der Schule und im Restaurant ein Grundrecht, welches jedem zusteht und auch nichts kostet.

Es ist sehr wichtig und gesund, Wasser zu trinken. Die Amerikaner wissen das.

 

 

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