An sich selbst glauben – Ja sagen – Ideen umsetzen – Sachen machen – so machen das Amerikaner

Mir ist eine weitere Erinnerung aus meiner Zeit in Amerika in den Sinn gekommen, die ich hier mit Euch teilen möchte.

Die Geschichte handelt von Patrick. Ein Studienkollege den ich von meinem Job in dem College Media Center her kannte.

Patrick war so freundlich, in einem Videoprojekt von mir die Hauptrolle zu spielen.

Ich erinnere mich noch sehr gut an ein Magazin das Patrick selbst herausgab.

Wie er das damals 2002 machte, beeindruckt mich noch heute!

Patrick schrieb Inhalte handschriftlich und per Computer auf Papier und klebte passende ausgeschnittene Fotos dazu. Diese Vorlagen kopierte er dann mit einem Kopiergerät und tackerte die Seiten zusammen.

Fertig war sein Magazin Prototyp.

Wir hier in Deutschland belächeln so ein Handeln in der Regel (ich nicht).

Ich behaupte der durchschnittliche Deutsche Medienmensch wird eher versuchen einen Job in einem bestehenden Medienunternehmen zu finden, anstatt selbst ein Magazin zu starten.

Man muss bedenken, 2002, das Internet war damals noch anders als es heute ist.

Mancher konnte schon HTML Inhalte Online stellen. Aber damals waren Print Magazine einfach noch der Standard.

Aber ich habe den Eindruck bekommen, dass man in Amerika anders erzogen wird. Es gibt dort eine andere Denkweise.

Erst einmal lernt man Selbstvertrauen:

Oft sagt man in den USA, “Klar, Du schaffst das!” – You can do it.

Probieren geht über Studieren

In den USA gibt es eine ausprobier Kultur. Man sagt dort ” sure, give it a shot” – Übertragen für: Klar, probier das Ziel zu treffen (mit einer Schusswaffe). Probier einen Schuss (Wilder Westen und so).

Wenn Du hinfällst – steh wieder auf

Scheiter Kultur in Amerika. Keine Schadenfreude und keine Scham, wenn etwas nicht beim ersten mal klappt. Hauptsache man probiert es.

Wenn es beim ersten mal nicht klappt, dann beim zweiten oder dritten mal…hauptsache man packt die Sache an.

Was klein ist kann ganz groß werden

Jeder fängt klein an. Aber in Amerika herrscht einfach die Übereinkunft darüber, dass etwas, was klein ist, ganz groß werden kann. Jeder glaubt dort an das Wachstum. Es braucht halt Zeit.

Schlussgedanke:

Mir ist in Deutschland oft aufgefallen, dass Leute gerne sagen: “Ach das wird doch eh nix.”

Also ein mangelnder Glaube an Ideen und deren Umsetzung. Das hat sicherlich mit der Deutschen Geschichte zu tun.

In Amerika ist das anders. Dort werden die Menschen so erzogen, an sich und ihre eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu glauben.

Genauso ist es kein Problem einen sehr einfachen Prototypen einer großen Idee herzustellen.

So wie das Patrick gemacht hat. Ich weiss nicht, was er heute macht, aber ich bin mir sicher, er hat sein eigenes Magazin, heute wahrscheinlich ein Online Magazin.

Ich möchte mir gerne diese Denkweise selbst aneignen. Diese Leichtigkeit und Glauben, das man Dinge schaffen kann.

Und das man immer klein anfängt. Die Wertschätzung der kleinen Anfänge. Kombiniert mit einer großen Vision.

Das ist eine Denkweise, das ist auch ein Grundprinzip wie Dinge laufen können. Aber nicht nur in Amerika, sondern auch hier bei uns.

Man muss sich halt trauen, Ideen zu haben, an seine eigene Vision zu glauben, klein anzufangen und die Sache dann aufzubauen.

Und so können großartige Dinge entstehen.

 

 

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